The European Cycling Lexicon

Schaltzugdefekt in Ostanatolien? Lieber nicht und wenn, dann sollte eine Reparatur so schmerzfrei wie möglich machbar sein. Deshalb stand in den letzten Tagen und Wochen die Komplettierung von Reparaturwerkzeug und -material im Vordergrund. Dabei auch gleich die sehenswerten Montagevideos von Rohloff «heruntergeladen», damit sie dann eben auch beim Notfall in Ostanatolien ohne Internet verfügbar sind. Danke Rohloff!

Den Fund des Tages habe ich aber der werten Anverwandten aus Chile zu verdanken, als ich ihr per Skype von meiner Youtube-Herunterladerei berichtete. Irgendwie kamen wir via «Überlebensvokabular in vorderasischen Sprachen» über «Wie binde ich einen velofesten Tschador» auf das Europäische Fahrrad-Lexikon: Alle wichtigen Begriffe rund ums Velo in 27 Sprachen inkl. Bild. Da haben sich die EU-Fördergelder mal gelohnt. Danke EU, danke Annette!

Noch 55 Tage…

Die Lektüre des usbekischen, turkmenischen, tschadschikischen und kirgisischen Reiseführers hat uns leicht verunsichert zurückgelassen. Lückenlos in jedem Werk ist folgender Satz zu finden: «Grundkenntnisse in Russisch sind sehr zu empfehlen». Russisch?

Nun gut, in Chinesisch können wir immerhin schon sagen: «Die Katze sitzt im Hut!» («Zhè zhī māo zài mào zi lĭ!» oder 这只猫在帽子里). Wieso also nicht auch noch Russisch.

Nur … äh…

Russisches Alphabet

Hrmpf!

Erste Buchung für einen Besuch!

Es ist uns eine grosse Ehre, zum allerersten Mal den spontan kreierten furt.ch-Award

goldene Velopalme®

zu verleihen. Die Auszeichung geht an Cornelia für die erste Flugbuchung für einen Besuch unterwegs. Und das erst noch trotz Flugangst! Super!

Noch 44 Tage…

Velo im Schnee klein

Wir hoffen auf einen etwas milder gestimmten Wettergott am 23. März 2013! 🙂

Molwanîen – wohin Weltenbummler nie reisen wollen

War jemand von euch schon mal in Molwanîen? Nicht? Wir auch nicht. Wollen wir auch nicht. Aber seit gestern haben wir einen Reiseführer dafür, eingetroffen in einem mysteriösen Päckli aus Thun. Molwanîen?? Wir lesen auf dem Umschlag:

«Molwanîen – das Land des schadhaften Lächelns» ist der lang erwartete, aktualisierte Reiseführer zu dem geheimnisvollen Land in Osteuropa, das über Jahrzehnte nur Kriegshistorikern und sowjetischen Drogenschmugglern ein Begriff war. Nun endlich entdecken auch sensible westliche Touristen dieses Land der Gegensätze: von den felsigen, grösstenteils unfruchtbaren Bergen bis zu den felsigen, grösstenteils unfruchtbaren Ebenen.

Molwanien

Und erst jetzt wird uns klar, was wir hier in den Händen halten: Ein Buch über «wohin Weltenbummler wirklich nie reisen wollen». Klingt das nicht verdächtig nach Turkmenistan…? 🙂

Die Molwanîen-Cuisine benutzt mit Vorliege regionale und örtliche Zutaten; das erklärt vielleicht, warum zu so vielen Gerichten Essiggürkchen gereicht werden. Auch auf die Frische der Bestandteile wird Wert gelegt, und da das Mittelmeer lediglich eine 48stündige Autofahrt entfernt ist, findet man oft tiefgefrorene Meeresfrüchte. Man sollte die Mahlzeit abrunden mit einer Flasche guten Molwanîen-Weins, berühmt für das, was Önologen «Volatilität» und Chemiker «Kombustibilität» nennen.

Herzlichen Dank Trix und Joli für den grossen Lacher!